Frequency Hopping (auch „Frequenzsprungverfahren“) beschreibt eine Funktechnik, bei der ein Sender und ein Empfänger nicht dauerhaft auf einem einzigen Funkkanal kommunizieren, sondern in kurzen Zeitabständen gemeinsam zwischen mehreren Kanälen wechseln. Ziel ist, die Auswirkungen von Störungen, Überlagerungen durch andere Funkteilnehmer oder ungünstigen Funkbedingungen zu minimieren.
Anschaulich lässt sich das mit einem Gespräch in einer lauten Umgebung vergleichen: Statt die ganze Zeit in derselben Ecke zu sprechen (ein fester Kanal), wird immer wieder an einen anderen Ort gewechselt. Ist es an einer Stelle kurz zu laut, bleibt das Gespräch trotzdem verständlich, weil an anderen Stellen bessere Bedingungen herrschen.
Frequency Hopping wird überall dort genutzt, wo Funkverbindungen zuverlässig funktionieren müssen – auch in Umgebungen mit vielen Störquellen oder hoher Belegung des Frequenzbands. Typische Einsatzfelder sind:
In der Elektronikentwicklung spielt Frequency Hopping vor allem bei der Auswahl und Auslegung von Funkmodulen, Antennenkonzepten und der EMV-gerechten Systemintegration eine Rolle.
Damit Frequency Hopping funktioniert, müssen Sender und Empfänger synchron arbeiten. Praktisch bedeutet das:
Für die Praxis in Entwicklung und Fertigung heißt das auch: Neben dem Funkchip selbst sind saubere Randbedingungen entscheidend – etwa eine stabile Stromversorgung, ein geeignetes Layout (inkl. HF-Designregeln), eine passende Antenne und eine robuste Firmware-Konfiguration des Funkstacks.
Für Unternehmen ist Frequency Hopping vor allem ein Baustein, um Zuverlässigkeit und stabile Produktfunktion im Feld abzusichern – insbesondere dort, wo Funk nicht „nice to have“, sondern funktional kritisch ist. Aus Projektsicht ergeben sich typischerweise diese Effekte:
Im Zusammenspiel mit EMV, guter Hardwareauslegung und passender Firmware ist Frequency Hopping damit ein typisches Thema, das Entwicklung und spätere Serienzuverlässigkeit direkt verbindet.
Im Kontext komplexer Geräte und Baugruppen ist Frequency Hopping häufig Teil eines Gesamtsystems aus Hardware, Firmware und Fertigungsprozessen – mehr Einordnung dazu findet sich im Überblick zu unserem Full Service EMS.
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