18.12.2025

LED

led

Was bedeutet LED?

LED ist die Abkürzung für Light Emitting Diode, auf Deutsch Leuchtdiode. Gemeint ist ein elektronisches Bauteil, das Licht erzeugt, wenn Strom in Durchlassrichtung durch die Diode fließt.

Vereinfacht lässt sich eine LED als sehr effiziente „elektronische Lichtquelle“ verstehen: Statt einen Draht zu erhitzen (wie bei einer klassischen Glühlampe) entsteht das Licht direkt im Halbleitermaterial. Dadurch sind LEDs kompakt, robust und lassen sich sehr gut elektrisch steuern.

Wofür wird LED eingesetzt?

LEDs sind in der Elektronikentwicklung und -fertigung ein Standardbauteil, weil sie Licht in vielen Farben, Helligkeiten und Bauformen bereitstellen. Typische Einsatzfelder sind:

  • Status- und Signalleuchten an Geräten, Baugruppen und Bedieneinheiten (z. B. „Power“, „Fehler“, „Betrieb“)
  • Hinterleuchtungen und Anzeigeelemente (z. B. Tasterbeleuchtung, Skalen, einfache Segmente)
  • Beleuchtung in Produkten und Industrieanwendungen (z. B. Maschinenleuchten, Innenraumbeleuchtung, Spezialbeleuchtung)
  • Optische Kommunikation/Sensorik (z. B. IR-LEDs in Lichtschranken oder für Fernbedienungen)

In vielen Produkten sind LEDs nicht nur „optisches Extra“, sondern Teil der Funktions- und Sicherheitskommunikation: Ein klar sichtbares, eindeutiges Signal reduziert Fehlbedienung und vereinfacht Serviceprozesse.

Wie funktioniert LED in der Praxis?

Eine LED ist eine Diode und damit grundsätzlich polungsabhängig: In Durchlassrichtung leuchtet sie, in Sperrrichtung (idealerweise) nicht. In der Schaltung wird die LED fast immer zusammen mit einer Strombegrenzung betrieben – typischerweise über einen Vorwiderstand oder eine elektronische Konstantstromquelle. Das ist wichtig, weil LEDs bei falscher Auslegung schnell überlastet werden können.

In der Praxis spielen bei der Auswahl und beim Design vor allem folgende Punkte eine Rolle:

  • Farbe/Wellenlänge (sichtbar oder IR/UV) und gewünschte Helligkeit
  • Vorwärtsspannung und Nennstrom (relevant für Dimensionierung und Energiebedarf)
  • Abstrahlwinkel und mechanische Integration (Lichtleiter, Frontplatten, Gehäusefenster)
  • Thermisches Verhalten: Höhere Leistung erzeugt Wärme; Wärmeabfuhr beeinflusst Lebensdauer und Stabilität
  • Fertigungstauglichkeit: Bauform (z. B. SMD), Platzierung, Lötprofil und Prüfkonzept (z. B. optische Inspektion von Polarität und Lötstellen)

Gerade bei Serienprodukten wird die LED-Auslegung oft mit Blick auf Automatisierung und Qualitätssicherung getroffen: klare Polaritätskennzeichnung, gut prüfbare Lötstellen und ein reproduzierbares Lötfenster reduzieren Ausschuss und Nacharbeit.

Warum ist LED für Unternehmen relevant?

LEDs sind für Unternehmen relevant, weil sie gleichzeitig ein funktionales und ein gestalterisches Element sind – und dabei wesentliche Produktziele beeinflussen:

  • Zuverlässigkeit: Richtig ausgelegte LEDs haben eine lange Lebensdauer und sind unempfindlich gegen Erschütterung, was Wartungsaufwand senken kann.
  • Kosten: Die Stückkosten einzelner LEDs sind meist gering, jedoch beeinflussen Auswahl (z. B. High-Power), Thermikkonzept, Optik/Mechanik und Prüfaufwand die Gesamtkosten.
  • Time-to-Market: Standardisierte LED-Varianten und klare Designregeln (Strombegrenzung, Polarität, Footprint, Toleranzen) verkürzen Entwicklungs- und Industrialisierungszeiten.
  • Qualität & Markenwirkung: Gleichmäßige Helligkeit/Farbwirkung und definierte Lichtführung wirken „sauber“ und reduzieren Reklamationen, etwa wegen inhomogener Ausleuchtung.

Im Kontext von Elektronikentwicklung und Auftragsfertigung lohnt sich deshalb ein früher Blick auf LED-Spezifikation, Stückliste und Fertigungsprozesse, damit Funktion, Optik und Serienfähigkeit zusammenpassen. Passend dazu bietet die Seite Elektronikentwicklung einen Überblick, wie solche Bauteilentscheidungen in ein gesamtes Produktkonzept eingebettet werden.

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