BLDC ist die Abkürzung für Brushless Direct Current Motor. Gemeint ist ein bürstenloser Gleichstrommotor, bei dem die sonst mechanisch realisierte Kommutierung (Umschalten der Wicklungsströme) elektronisch
Vereinfacht gesagt: Statt „Bürsten und Kollektor“ übernimmt eine Elektronik das präzise Umschalten der Ströme im Motor. Dadurch entsteht weniger Verschleiß, und der Antrieb lässt sich sehr gut regeln – etwa bei Drehzahl, Drehmoment oder Laufruhe.
BLDC-Motoren kommen überall dort zum Einsatz, wo ein kompakter, effizienter und gut regelbarer Antrieb gefragt ist. Typische Anwendungen sind:
Ein BLDC-Antrieb ist in der Praxis meist ein System aus Motor und Leistungselektronik (Treiber/Controller). Der Motor besitzt typischerweise Permanentmagnete am Rotor und Wicklungen im Stator. Damit sich der Rotor kontinuierlich dreht, müssen die Statorwicklungen im richtigen Moment bestromt werden – diese Aufgabe übernimmt die elektronische Kommutierung.
Damit der Controller „weiß“, wann umgeschaltet werden muss, nutzt er Informationen über die Rotorlage. Das kann über Sensoren (z. B. Hall-Sensoren) oder sensorlos über elektrische Messgrößen (z. B. Gegen-EMK) erfolgen. Die Ansteuerung passiert in der Regel über eine getaktete Leistungselektronik (Inverter), häufig mit PWM, um Drehzahl und Drehmoment fein zu regeln.
Für Elektronikentwicklung und -fertigung bedeutet das: Neben dem Motor selbst sind Auslegung, Bauteilauswahl und Qualität der Ansteuerung entscheidend – etwa bei EMV-Verhalten, thermischem Design, Schutzfunktionen und der Robustheit der Leiterplatte im späteren Einsatz.
BLDC ist für Unternehmen relevant, weil die Antriebsauswahl direkte Auswirkungen auf Produktmerkmale und Projektziele hat:
Im Kontext von Projekten in Entwicklung und Fertigung zahlt sich eine frühzeitige Betrachtung von Ansteuerung, Schutzkonzept, Prüfbarkeit und Verfügbarkeit der Schlüsselbauteile aus. Mehr Einordnung zu Vorgehen und Schnittstellen zwischen Konstruktion, Elektronik und Serienüberführung bietet der Überblick zur Elektronikentwicklung.
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