18.12.2025

EEPROM

eeprom

Was bedeutet EEPROM?

EEPROM steht für Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory. Gemeint ist ein nichtflüchtiger Speicherbaustein: Die Daten bleiben auch dann erhalten, wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

Im Unterschied zu rein „festen“ Speichern (klassisches ROM) lässt sich ein EEPROM elektrisch löschen und wieder beschreiben – typischerweise viele Male, aber nicht unbegrenzt. Anschaulich: Ein EEPROM ist wie ein kleines, langlebiges „Notizbuch“ im Gerät, in das wichtige Informationen geschrieben werden können, ohne dass sie beim Ausschalten verloren gehen.

Wofür wird EEPROM eingesetzt?

EEPROM wird überall dort eingesetzt, wo Geräte kleine Datenmengen dauerhaft speichern müssen. Typische Beispiele in der Elektronikentwicklung und -fertigung:

  • Gerätekonfigurationen (z. B. Parameter, Seriennummern, Optionscodes)
  • Kalibrierdaten (z. B. Abgleichwerte für Sensoren, Messgeräte, Strom-/Spannungsmessungen)
  • Protokoll- und Statusdaten (z. B. Fehlerspeicher, Betriebsstunden – meist in begrenztem Umfang)
  • Produktions- und Traceability-Daten (z. B. Fertigungsdaten, Versionsstände, Prüfkennwerte)

In vielen Systemen sitzt das EEPROM als eigener Baustein auf der Leiterplatte oder ist in einem Mikrocontroller integriert.

Wie funktioniert EEPROM in der Praxis?

Beim Schreiben oder Löschen werden Speicherzellen im EEPROM elektrisch umprogrammiert. Das geschieht über definierte Schnittstellen (z. B. I²C oder SPI bei externen EEPROMs) oder über interne Register/Funktionen, wenn der Speicher im Mikrocontroller integriert ist.

In der Praxis sind für die Auslegung typischerweise diese Punkte relevant:

  • Schreibzyklen (Endurance): EEPROMs sind für viele Schreibvorgänge ausgelegt, jedoch nicht unbegrenzt. Häufiges Umschreiben derselben Speicherstelle kann den Speicher vorzeitig altern lassen.
  • Schreibzeit: Schreiben dauert meist deutlich länger als Lesen. Das beeinflusst z. B. Startzeiten oder Abläufe beim Speichern von Parametern.
  • Datenintegrität: Je nach Anwendung werden Mechanismen wie Prüfsummen, redundante Speicherung oder „Wear Leveling“ eingesetzt, um Ausfälle zu vermeiden.
  • Fertigung und Test: In der Produktion kann das EEPROM initial programmiert werden (z. B. Seriennummern, Schlüssel/Parameter) und im End-of-Line-Test verifiziert werden.

Warum ist EEPROM für Unternehmen relevant?

EEPROM wirkt im Produkt oft unscheinbar, hat aber spürbare Auswirkungen auf Qualität, Zuverlässigkeit und Aufwand über den gesamten Lebenszyklus:

  • Zuverlässigkeit im Feld: Wenn Konfigurations- oder Kalibrierdaten sicher erhalten bleiben, reduziert das Ausfälle und Serviceaufwand.
  • Qualität und Nachverfolgbarkeit: Eindeutige IDs, Parameterstände und Prüfkennwerte unterstützen Traceability und Reklamationsanalysen.
  • Kosten und Time-to-Market: Eine passende Speicherstrategie (EEPROM vs. Flash vs. FRAM) verhindert spätere Redesigns und verkürzt Anlaufphasen, weil Produktionsprogrammierung und Tests klar definiert werden können.
  • Digitalisierung und Automatisierung: In automatisierten Fertigungs- und Prüfschritten lässt sich die Programmierung von EEPROM-Daten in definierte Prozesse integrieren.

Ein sauber spezifiziertes EEPROM-Konzept (Datenlayout, Update-Strategie, Absicherung gegen Stromausfall) ist damit ein wichtiger Baustein für robuste Elektronikprodukte.

Im Zusammenhang mit nichtflüchtigen Daten spielen oft auch Firmware-Architektur und Update-Prozesse eine Rolle – ergänzend dazu bietet der Bereich Elektronikentwicklung einen passenden Überblick.

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