18.12.2025

FET

fet

Was bedeutet FET?

FET ist die Abkürzung für Field Effect Transistor (Feldeffekttransistor). Gemeint ist eine Transistor-Bauart, bei der der Stromfluss nicht „direkt“ über einen Steuerstrom beeinflusst wird, sondern über ein elektrisches Feld am Gate-Anschluss.

Vereinfacht lässt sich ein FET wie ein sehr fein steuerbarer „elektrischer Hahn“ verstehen: Eine kleine Steuerspannung am Gate bestimmt, wie gut der Strom zwischen den beiden anderen Anschlüssen (Source und Drain) fließen kann. Dadurch eignen sich FETs besonders gut als schnell schaltende elektronische Schalter und als Verstärkerbauteile.

Wofür werden FETs eingesetzt?

FETs sind in der Elektronik sehr verbreitet, weil sie effizient und gut integrierbar sind. Typische Einsatzbereiche sind:

  • Schalten von Lasten: z. B. LEDs, Motoren, Ventile oder Heizelemente (oft als Leistungs-FET/MOSFET ausgeführt).
  • Stromversorgung und Energieumwandlung: in DC/DC-Wandlern, Spannungsreglern und Schutzschaltungen.
  • Signalverarbeitung: als Verstärker oder als Teil analoger Schaltungen (z. B. in Eingängen mit sehr hoher Impedanz).
  • Digitalelektronik/ICs: In integrierten Schaltungen bilden FET-Strukturen die Basis vieler Logikfunktionen (insbesondere in CMOS-Technologien).
  • Schutz- und Überwachungsfunktionen: z. B. Verpolschutz, Lastabschaltung, Strombegrenzung (je nach Schaltungskonzept).

Wie funktioniert ein FET in der Praxis?

In der Praxis wird ein FET meist so eingesetzt, dass eine Steuerspannung am Gate das Bauteil in einen „leitenden“ oder „sperrenden“ Zustand bringt. Anders als bei manchen anderen Transistorarten ist der Steuerstrom am Gate typischerweise sehr klein. Das ist besonders vorteilhaft, wenn ein Mikrocontroller oder eine Logikschaltung das Schalten übernehmen soll.

Wichtige Praxis-Aspekte, die in Entwicklung und Fertigung immer wieder eine Rolle spielen:

  • Verlustleistung und Wärme: Beim Schalten größerer Ströme entstehen Verluste, die in Wärme umgesetzt werden. Layout, Kühlung und Bauteilauswahl beeinflussen die Zuverlässigkeit direkt.
  • Schaltgeschwindigkeit und EMV: Schnelles Schalten kann Störungen erzeugen. Gate-Ansteuerung, Leiterbahnführung und Filterkonzepte wirken sich auf EMV und Robustheit aus.
  • Bauteilvarianten: Häufig wird mit MOSFETs gearbeitet (eine FET-Unterart). Je nach Anwendung unterscheiden sich Kennwerte und Gehäuseformen stark.
  • Fertigungs- und Prüfkonzept: In der Serienfertigung sind reproduzierbare Lötprozesse, geeignete Tests (z. B. Funktionsprüfung unter Last) und klare Grenzwerte entscheidend.

Warum ist ein FET für Unternehmen relevant?

Für Unternehmen ist der Begriff FET vor allem dann relevant, wenn elektronische Baugruppen bewertet, beschafft oder industrialisiert werden. Der eingesetzte FET beeinflusst mehrere zentrale Ziele:

  • Zuverlässigkeit: Thermische Reserven und robuste Auslegung entscheiden mit über Ausfallraten – insbesondere bei Leistungselektronik und in anspruchsvollen Umgebungen.
  • Kosten: Die Bauteilwahl wirkt sich auf Stückkosten, Verfügbarkeit (Obsoleszenzrisiko) und auf Aufwände für Kühlung oder Schutzbeschaltungen aus.
  • Time-to-Market: Klare Spezifikation und frühzeitige Abstimmung zu Layout, Test und Alternativen reduzieren Iterationen zwischen Prototyp und Serie.
  • Qualität in der Fertigung: Passende Gehäuse- und Prozesswahl (z. B. thermische Anbindung, Lötbarkeit, Prüfbarkeit) unterstützt stabile Serienprozesse.

Im Kontext von Entwicklung und Auftragsfertigung hilft ein gemeinsames Verständnis von FET, um Anforderungen an Schaltverhalten, Verlustleistung, EMV und Testbarkeit früh zu klären. Mehr zum Zusammenspiel aus Design und Serienüberführung ist im Bereich Elektronikentwicklung zusammengefasst.

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