I²C steht für Inter-Integrated Circuit und bezeichnet einen weit verbreiteten seriellen Kommunikationsbus innerhalb elektronischer Geräte. Ziel ist es, mehrere integrierte Schaltungen (ICs) auf einer Leiterplatte mit möglichst wenig Leitungen miteinander sprechen zu lassen.
Anschaulich lässt sich I²C als „gemeinsame Gesprächsleitung“ verstehen: Statt dass jeder Baustein eigene, separate Leitungen bekommt, teilen sich mehrere Teilnehmer einen Bus – ähnlich wie mehrere Geräte, die sich einen Flur und eine Tür teilen, um Nachrichten weiterzugeben.
I²C wird eingesetzt, wenn innerhalb einer Elektronik viele kleine Datenmengen zwischen Bausteinen ausgetauscht werden sollen – typischerweise über kurze Distanzen auf derselben Leiterplatte oder innerhalb eines Moduls.
In vielen Produkten ist I²C die „Arbeitsverbindung“ zwischen Mikrocontroller und mehreren Nebenbausteinen, ohne dass dafür viele Pins oder Stecker benötigt werden.
I²C nutzt in der Regel zwei Leitungen: SCL (Clock/Takt) und SDA (Data/Daten). Ein Teilnehmer gibt den Takt vor (häufig der Mikrocontroller als „Master“), und darüber werden Daten seriell übertragen. Mehrere Bausteine können am gleichen Bus hängen und werden über eine Adresse gezielt angesprochen.
In der Praxis spielen neben dem Protokoll vor allem Layout- und Hardwaredetails eine Rolle. Typische Punkte sind:
Gerade in robusten Industrieanwendungen ist es wichtig, I²C nicht nur „zum Laufen“ zu bringen, sondern auch stabil über Temperatur, Toleranzen und elektromagnetische Einflüsse auszulegen.
I²C ist aus Unternehmenssicht relevant, weil die Schnittstelle direkten Einfluss auf Komplexität, Kosten und Zuverlässigkeit einer Baugruppe haben kann:
Für die Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Fertigung ist damit entscheidend, dass Buskonzept, Bauteilauswahl, Layout und Firmware-Verhalten zusammenpassen – insbesondere, wenn Baugruppen später automatisiert getestet und in Serie stabil betrieben werden sollen.
Im Kontext der Produktentwicklung ist I²C häufig ein Baustein, der früh im Architektur- und Schaltungsdesign festgelegt wird; weitere Einordnung und typische Schnittstellen-Entscheidungen sind im Leistungsbereich Elektronikentwicklung beschrieben.
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