18.12.2025

IoT

iot

Was bedeutet IoT?

IoT steht für „Internet of Things“ (Internet der Dinge). Gemeint sind physische Geräte und Maschinen, die über Sensoren Daten erfassen und über eine Kommunikationsverbindung (z. B. Ethernet oder Funk) an andere Systeme senden oder von dort Steuerbefehle erhalten.

Anschaulich lässt sich IoT als „digitale Mess- und Meldekette“ verstehen: Ein Gerät misst Zustände (Temperatur, Vibration, Füllstand), überträgt die Information und löst anschließend eine Aktion aus (Alarm, Regelung, Wartungsauftrag).

Wofür wird IoT eingesetzt?

IoT kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Zustand von Produkten, Anlagen oder Umgebungen nachvollziehbar werden soll – möglichst automatisch und in Echtzeit. Typische Anwendungsfelder in Industrie und technischen Produkten sind:

  • Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) für Maschinen und Baugruppen
  • Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), um Stillstände zu reduzieren
  • Fernzugriff und Remote-Updates für Geräte im Feld
  • Prozess- und Energie-Monitoring zur Optimierung von Kosten und Verfügbarkeit
  • Nachverfolgbarkeit (Traceability) von Produkt- und Prozessdaten

In der Praxis kann das z. B. bedeuten: Ein Schaltschrank meldet Temperaturspitzen, ein Sensor erfasst Laufzeiten, oder ein vernetztes Gerät überträgt Betriebsdaten an ein Dashboard.

Wie funktioniert IoT in der Praxis?

IoT-Lösungen bestehen meist aus mehreren Bausteinen, die zusammen zuverlässig funktionieren müssen:

  • Sensorik und Aktorik: Sensoren erfassen Messwerte, Aktoren setzen Steuerbefehle um.
  • Recheneinheit im Gerät: Ein Mikrocontroller oder Prozessor verarbeitet Daten, filtert sie ggf. vor und steuert Funktionen.
  • Konnektivität: Datenübertragung per Kabel (z. B. Ethernet) oder Funk (z. B. Bluetooth/WLAN/Mobilfunk – je nach Einsatz).
  • Backend/Plattform: Speicherung, Auswertung, Visualisierung und Schnittstellen zu IT-Systemen (z. B. ERP, MES, Service-Portale).
  • Sicherheit: Geräteschutz, Authentifizierung, verschlüsselte Kommunikation, Update-Mechanismen und definierte Zugriffsrechte.

Für Elektronikentwicklung und Elektronikfertigung bedeutet das: Nicht nur die Hardware muss passen, sondern auch Themen wie EMV, Energieversorgung, Robustheit, Teststrategie, Serienüberführung und ein sauberes Lifecycle-Management (z. B. für Updates und Bauteilverfügbarkeit) spielen eine zentrale Rolle.

Warum ist IoT für Unternehmen relevant?

IoT ist für Unternehmen vor allem relevant, weil damit technische Produkte und Anlagen transparenter und steuerbarer werden. Das wirkt sich häufig direkt auf Qualität, Zuverlässigkeit und Kosten aus:

  • Qualität und Zuverlässigkeit: Fehlerzustände werden früher erkannt; Ausfälle lassen sich besser vermeiden oder eingrenzen.
  • Kosten: Wartung kann zielgerichteter erfolgen, Serviceeinsätze werden planbarer und Stillstandszeiten sinken.
  • Time-to-Market: Funktionen können über Software nachgeliefert oder verbessert werden, ohne dass das Gerät physisch umgebaut wird (sofern das Konzept dafür ausgelegt ist).
  • Digitalisierung und Automatisierung: Daten aus dem Feld können in Prozesse zurückfließen (z. B. Produktions- und Servicedaten), was Entscheidungen beschleunigt.

Im Kontext von Entwicklungs- und Fertigungsprojekten ist IoT oft ein Querschnittsthema: Es verbindet Hardware, Firmware/Software, Tests, Datenflüsse und Betrieb. Weitere Einordnung zu passenden Entwicklungsbausteinen findet sich im Überblick zur Elektronikentwicklung.

Copyright 2026 VIERLING Production GmbH - Alle Rechte vorbehalten.