TEMPEST steht für Transient Electromagnetic Pulse Emanation Standard und beschreibt Anforderungen und Maßnahmen, um elektromagnetische Abstrahlung von Geräten gezielt zu begrenzen. Gemeint sind nicht nur „normale“ EMV-Effekte wie Störungen von Funk oder Nachbargeräten, sondern insbesondere Abstrahlungen, aus denen sich im ungünstigen Fall Informationen über interne Signale ableiten lassen.
Vereinfacht gesagt: Jede Elektronik „sendet“ ein wenig mit – über Leitungen, Gehäuseöffnungen oder als Feldabstrahlung. TEMPEST zielt darauf, diese unbeabsichtigten Emissionen so weit zu reduzieren, dass eine Auswertung oder ein „Mithören“ praktisch nicht möglich ist.
TEMPEST spielt vor allem dort eine Rolle, wo Informationssicherheit und Betriebssicherheit besonders hohe Priorität haben. Typische Einsatzfelder sind:
In vielen Projekten taucht TEMPEST nicht als „Nice-to-have“ auf, sondern als konkrete Forderung in Spezifikationen, Lastenheften oder Ausschreibungen.
In der Praxis geht es um ein Bündel technischer und organisatorischer Maßnahmen, die bereits in der Entwicklung berücksichtigt werden sollten, weil spätere Änderungen teuer und zeitkritisch werden können. Typische Stellhebel sind:
Ein hilfreicher Vergleich: Wie bei einem Besprechungsraum mit vertraulichen Inhalten reicht es nicht, nur die Tür zu schließen. TEMPEST betrachtet auch „Nebenwege“ – etwa Schall durch Lüftungsschlitze bzw. bei Elektronik die Abstrahlung über Kabel, Spalte oder Gehäusekanten.
Für Unternehmen ist TEMPEST vor allem dann relevant, wenn Produkte in sicherheitsnahen Märkten eingesetzt werden oder wenn Kundenanforderungen über die klassische EMV hinausgehen. Das wirkt sich direkt auf mehrere Projektziele aus:
In E²MS-/EMS-Projekten betrachten wir TEMPEST daher nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel aus Elektronikentwicklung, mechanischem Konzept, Fertigungsfähigkeit (DFM) und geeigneten Prüf- und Validierungsschritten.
Wer TEMPEST-Anforderungen in einem Projekt erwartet oder bereits im Lastenheft findet, profitiert davon, das Thema früh in die Gesamtarchitektur einzuordnen – passende Bausteine dafür finden sich auch im Überblick zur Full Service EMS.
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